Thallium (Tl)
Post-Übergangsmetalle · Fest · Periode 6 · Gruppe 13
Eigenschaften der Elemente
- Atomzahl
- 81
- Symbol
- Tl
- Atommasse
- 204.383
- Kategorie
- Post-Übergangsmetalle
- Standardzustand
- Fest
- Periode
- 6
- Gruppe
- 13
- Elektronegativität
- 1.62
- Atomradius
- 196
- Ionisierungsenergie
- 6.11
- Elektronenaffinität
- 0.2
- Oxidationszustände
- +3, +1
- Schmelzpunkt
- 577 K (303.85 °C)
- Siedepunkt
- 1746 K (1472.85 °C)
- Dichte
- 11.8
- Elektronenkonfiguration
- [Xe]6s2 4f14 5d10 6p1
- Entdeckungsjahr
- 1861
Elektronenschalen
[Xe]6s2 4f14 5d10 6p1
Elektronen sind in Schalen (Hauptenergieebenen) um den Kern angeordnet. Das Diagramm ist schematisch — Orbitalen in derselben Schale werden nicht getrennt dargestellt.
Über Thallium
Thallium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Tl und der Ordnungszahl 81. Im Periodensystem steht es in der 3. Hauptgruppe, bzw. der 13. IUPAC-Gruppe, der Borgruppe. Es ist ein weiches, silbergraues und extrem giftiges Metall, welches Blei ähnelt.
Entdeckung und Geschichte
Entdeckt: 1861 · Claude-Auguste Lamy
Thallium wurde unabhängig voneinander von zwei Chemikern, dem Briten William Crookes und dem Franzosen Claude Auguste Lamy entdeckt. Die erste Mitteilung der Entdeckung erfolgte 1861 durch Crookes. Er hatte Abfälle, die bei der Schwefelsäureproduktion einer Fabrik in Tilkerode anfielen, untersucht und daraus zunächst Selen extrahiert. Einige Zeit später untersuchte er die nach der Extraktion verbliebenen Rückstände mit der, kurze Zeit vorher von Robert Bunsen und Gustav Robert Kirchhoff entwickelten, Flammenspektroskopie. Dabei bemerkte er eine leuchtend grüne Spektrallinie, die zu keinem bekannten Element passte und damit zu einem bislang unbekannten Element gehören musste. Auf Grund der charakteristischen grünen Spektrallinie benannte er das neue Element nach dem altgriechisch θαλλός thallós ‚grüner Zweig‘ Thallium. Auch Lamy, der 1862 seine Entdeckungen mitteilte, untersuchte Schlämme
Verwendung und Anwendungen
niedrigschmelzende Gläser (zwischen 125 und 150 °C) infrarotdurchlässige Gläser mit hohem Brechungsindex für Optik von Fotokopierern und Faxgeräten hoch IR-brechende Medien für die ATR-Infrarotspektroskopie (aus Thalliumbromoiodid, sog. KRS-5) Thallium(I)-sulfat als Rattengift (Zeliokörner) (inzwischen wegen der Giftigkeit in vielen Ländern verboten) Blei-Thallium-Legierungen für Stromrollen zum kontinuierlichen elektrolytischen Verzinken von Stahlblech Thalliumsulfid zur Herstellung von Photozellen Detektoren für Gammastrahlung bei nuklearmedizinischen Untersuchungen wie Myokardszintigrafie und Nebenschilddrüsenszintigrafie Thalliumnitrat als grüner Leuchtstoff in Seenotraketen (problematisch wegen Giftigkeit) als Quecksilberlegierung (Amalgam) in Thermometern für niedrige Temperaturen (bis −58 °C) als Hochtemperatursupraleiter in Hg0,8Tl0,2Ba2Ca2Cu2O8 Zugabe in Bleitelluriden zur Effiz
Isotope
Thallium hat zwei stabile Isotope: 203Tl und 205Tl. Letzteres befindet sich am Ende der Neptunium-Zerfallsreihe. Da aber das Vorgängernuklid 209Bi mit 1.9e19 Jahren eine extrem lange Halbwertszeit hat, sind im Laufe der Erdgeschichte noch fast keine von den ursprünglich vorhandenen schwereren Nukliden in dieser Reihe zu 205Tl zerfallen.
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Häufige Fragen
Wie lautet die Ordnungszahl von Thallium?
Die Ordnungszahl von Thallium beträgt 81 und entspricht damit der Protonenzahl im Kern.
Wie groß ist die Atommasse von Thallium?
Die Atommasse von Thallium beträgt etwa 204.383 u (ein Zwölftel der Masse eines Kohlenstoff-12-Atoms).
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Thallium?
Die Elektronenkonfiguration von Thallium lautet [Xe]6s2 4f14 5d10 6p1.
Wo befindet sich Thallium im Periodensystem?
Thallium steht in Periode 6, Gruppe 13.
Wann wurde Thallium entdeckt?
Thallium wurde 1861 entdeckt.