Neodym (Nd)
Lanthanide · Fest · Periode 6 · Gruppe 3
Eigenschaften der Elemente
- Atomzahl
- 60
- Symbol
- Nd
- Atommasse
- 144.24
- Kategorie
- Lanthanide
- Standardzustand
- Fest
- Periode
- 6
- Gruppe
- 3
- Elektronegativität
- 1.14
- Atomradius
- 229
- Ionisierungsenergie
- 5.53
- Elektronenaffinität
- —
- Oxidationszustände
- +3
- Schmelzpunkt
- 1294 K (1020.85 °C)
- Siedepunkt
- 3347 K (3073.85 °C)
- Dichte
- 7.01
- Elektronenkonfiguration
- [Xe]6s2 4f4
- Entdeckungsjahr
- 1885
Elektronenschalen
[Xe]6s2 4f4
Elektronen sind in Schalen (Hauptenergieebenen) um den Kern angeordnet. Das Diagramm ist schematisch — Orbitalen in derselben Schale werden nicht getrennt dargestellt.
Über Neodym
Neodym (Nomenklaturempfehlung war zeitweise Neodymium) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Nd und der Ordnungszahl 60. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Lanthanoide und zählt damit auch zu den Metallen der Seltenen Erden. Die Elementbezeichnung leitet sich von den griechischen Worten νέος neos „neu“ und δίδυμος didymos „Zwilling“ (als Zwilling von Lanthan) ab. Das Metall wird in Form der Legierung Neodym-Eisen-Bor für starke Permanentmagnete verwendet.
Entdeckung und Geschichte
Entdeckt: 1885 · Carl Auer von Welsbach
1838 entdeckte Carl Gustav Mosander in Cerit ein neues Element, das er Lanthan nannte. Mosander untersuchte das Lanthan weiter und konnte 1840 amethystfarbenes Lanthansulfat in zwei Fraktionen teilen. Zum einen erhielt er farblose Kristalle, für die er den Namen Lanthan beibehielt, und zum anderen rote Kristalle eines weiteren Elementes. Für dieses wählte er den Namen Didym nach dem griechischen δίδυμος didymos „Zwilling“. Während er Lanthanoxid in sehr guter Reinheit gewinnen konnte, gelang ihm dies beim Didym nicht. Mosander vermutete, dass Didym ein Doppelsalz mit einem anderen Element, wahrscheinlich Lanthan, bildete, konnte die Bestandteile aber nicht trennen. Marc Delafontaine verglich 1878 Didym, das aus Samarskit gewonnen wurde, mit dem aus Cerit extrahierten. Dabei erkannte er, dass die Absorptionsspektren unterschiedlich waren, dass Didym also eine Mischung mehrerer Elemente se
Verwendung und Anwendungen
Neodym-Eisen-Borverbindungen zur Herstellung stärkster Magnete. Sie werden genutzt für Kernspintomographen, Mikromotoren und Festplatten (Positionierung der Schreib-/Leseköpfe), Dauermagnet-Rotoren (z. B. Schritt- und Servomotoren), effiziente permanenterregte Synchronmaschinen z. B. in einigen Windkraftanlagentypen (rund einem Sechstel), zum Antrieb von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie als Modellbau-Antriebe, Linearmotoren für Positionierachsen (z. B. CNC-Maschinen), hochwertige Lautsprecher und Kopfhörer. Gegenüber den Samarium-Cobalt-Magneten sind sie stärker und wesentlich preiswerter, aber auch wesentlich empfindlicher gegen Hitze. Für heutige Windenergieanlagen mit permanenterregten Generatoren wird ein mittlerer spezifischer Bedarf von Neodym in Höhe von 201,5 kg/MW bei Anlagen mit Direktantrieb (getriebelos), 49,6 kg/MW bei Anlagen mit Getrieben mittlerer Geschwindigkeit und 2
Isotope
Es gibt fünf stabile Neodymisotope: Nd‑142, ‑143, ‑145, ‑146 und ‑148. Das Isotop 144Nd ist der leichteste Alphastrahler (abgesehen von einigen Kernen mit extremem Protonenüberschuss) und zerfällt mit der extrem langen Halbwertszeit von 2.29e15 Jahren zu 140Ce, einem Nuklid mit der „magischen“ Neutronenzahl 82. Noch größer ist mit 1.1e19 Jahren die Halbwertszeit von 150Nd, das durch doppelten Betazerfall zu 150Sm wird.
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Häufige Fragen
Wie lautet die Ordnungszahl von Neodym?
Die Ordnungszahl von Neodym beträgt 60 und entspricht damit der Protonenzahl im Kern.
Wie groß ist die Atommasse von Neodym?
Die Atommasse von Neodym beträgt etwa 144.24 u (ein Zwölftel der Masse eines Kohlenstoff-12-Atoms).
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Neodym?
Die Elektronenkonfiguration von Neodym lautet [Xe]6s2 4f4.
Wo befindet sich Neodym im Periodensystem?
Neodym steht in Periode 6, Gruppe 3.
Wann wurde Neodym entdeckt?
Neodym wurde 1885 entdeckt.