Gallium (Ga)
Post-Übergangsmetalle · Fest · Periode 4 · Gruppe 13
Eigenschaften der Elemente
- Atomzahl
- 31
- Symbol
- Ga
- Atommasse
- 69.723
- Kategorie
- Post-Übergangsmetalle
- Standardzustand
- Fest
- Periode
- 4
- Gruppe
- 13
- Elektronegativität
- 1.81
- Atomradius
- 187
- Ionisierungsenergie
- 6
- Elektronenaffinität
- 0.3
- Oxidationszustände
- +3
- Schmelzpunkt
- 302.91 K (29.76 °C)
- Siedepunkt
- 2477 K (2203.85 °C)
- Dichte
- 5.91
- Elektronenkonfiguration
- [Ar]4s2 3d10 4p1
- Entdeckungsjahr
- 1875
Elektronenschalen
[Ar]4s2 3d10 4p1
Elektronen sind in Schalen (Hauptenergieebenen) um den Kern angeordnet. Das Diagramm ist schematisch — Orbitalen in derselben Schale werden nicht getrennt dargestellt.
Über Gallium
Gallium ist ein selten vorkommendes chemisches Element mit dem Elementsymbol Ga und der Ordnungszahl 31. Im Periodensystem steht es in der 4. Periode und ist das dritte Element der 3. Hauptgruppe, 13. IUPAC-Gruppe, oder Borgruppe. Es ist ein silberweißes, leicht zu verflüssigendes Metall. Gallium kristallisiert nicht in einer der sonst häufig bei Metallen anzutreffenden Kristallstrukturen, sondern in seiner stabilsten Modifikation in einer orthorhombischen Struktur mit Gallium-Dimeren. Daneben sind noch sechs weitere Modifikationen bekannt, die sich bei speziellen Kristallisationsbedingungen oder unter hohem Druck bilden. In seinen chemischen Eigenschaften ähnelt das Metall stark dem Aluminium. In der Natur kommt Gallium nur in geringem Umfang und meist als Beimischung in Aluminium-, Zink-
Entdeckung und Geschichte
Entdeckt: 1875 · Paul-Émile Lecoq de Boisbaudran
Als Dmitri Mendelejew 1869 seinen Entwurf des Periodensystems entwickelte, stellte er fest, dass unter dem Aluminium ein unbekanntes Element mit einer Atommasse von etwa 68 sein müsste. 1871 prognostizierte er einige der Eigenschaften dieses Elementes (Atommasse, spezifisches Gewicht, Schmelzpunkt und Art der Salze) und nannte es systematisch Eka-Aluminium. Der französische Chemiker Paul Émile Lecoq de Boisbaudran, der Mendelejews Voraussagen nicht kannte, hatte herausgefunden, dass in der Linienabfolge im Linienspektrum von Elementfamilien bestimmte Gesetze herrschen, und versuchte, diese für die Aluminiumfamilie zu bestätigen. Dabei erkannte er, dass zwischen Aluminium und Indium ein weiteres, noch unbekanntes Element stehen müsse. 1875 gelang es ihm schließlich, im Emissionsspektrum von Zinkblende-Erz, das er in Säure gelöst und mit metallischem Zink versetzt hatte, zwei violette Spek
Verwendung und Anwendungen
Auf Grund der Seltenheit des Elementes wird Gallium nur in geringem Umfang verwendet. Aus dem größten Teil des produzierten Galliums werden verschiedene Galliumverbindungen hergestellt. Die mit Abstand ökonomisch wichtigsten sind die mit Elementen der 5. Hauptgruppe, vor allem Galliumarsenid, das unter anderem für Solarzellen und Leuchtdioden benötigt wird. Im Jahre 2003 wurden 95 % des produzierten Galliums hierzu verarbeitet. Daneben dient es auch als Material zur Dotierung von Silicium (p-Dotierung). Der große Temperaturbereich, in dem das Element flüssig ist, und der gleichzeitig niedrige Dampfdruck werden für den Bau von Thermometern (als Bestandteil von Galinstan) ausgenutzt. Galliumthermometer lassen sich bis zu Temperaturen von 1200 °C einsetzen. Flüssiges Gallium kann als Sperrflüssigkeit zur Volumenmessung von Gasen bei höheren Temperaturen sowie als flüssiges Elektrodenmateria
Isotope
Es sind insgesamt 31 Galliumisotope zwischen 56Ga und 87Ga und weitere elf Kernisomere bekannt. Von diesen sind zwei, 69Ga und 71Ga stabil und kommen auch in der Natur vor. In der natürlichen Isotopenzusammensetzung überwiegt 69Ga mit 60,12 %, 39,88 % sind 71Ga. Von den instabilen Isotopen besitzt 67Ga mit 3,26 Tagen die längste Halbwertszeit, die übrigen Halbwertszeiten reichen von Sekunden bis maximal 14,1 Stunden bei 72Ga. Zwei Galliumisotope, 67Ga und das mit 67,71 Minuten Halbwertszeit kurzlebige 68Ga werden in der Nuklearmedizin als Tracer für die Positronen-Emissions-Tomographie genutzt. 67Ga wird dabei in einem Cyclotron erzeugt, während bei der Erzeugung von 68Ga kein Cyclotron nötig ist. Stattdessen wird das längerlebige Germaniumisotop 68Ge durch Bestrahlung von 69Ga mit Protonen erzeugt. Dieses zerfällt zu 68Ga, wobei das entstandene 68Ga in einem Gallium-68-Generator extrahi
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Häufige Fragen
Wie lautet die Ordnungszahl von Gallium?
Die Ordnungszahl von Gallium beträgt 31 und entspricht damit der Protonenzahl im Kern.
Wie groß ist die Atommasse von Gallium?
Die Atommasse von Gallium beträgt etwa 69.723 u (ein Zwölftel der Masse eines Kohlenstoff-12-Atoms).
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Gallium?
Die Elektronenkonfiguration von Gallium lautet [Ar]4s2 3d10 4p1.
Wo befindet sich Gallium im Periodensystem?
Gallium steht in Periode 4, Gruppe 13.
Wann wurde Gallium entdeckt?
Gallium wurde 1875 entdeckt.