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94 Pu Plutonium Plutonium

Plutonium (Pu)

Actinide · Fest · Periode 7 · Gruppe 3

Foto von Plutonium
Foto: Los Alamos National Laboratory · Attribution

Eigenschaften der Elemente

Atomzahl
94
Symbol
Pu
Atommasse
244.0642
Kategorie
Actinide
Standardzustand
Fest
Periode
7
Gruppe
3
Elektronegativität
1.28
Atomradius
243
Ionisierungsenergie
6.06
Elektronenaffinität
—
Oxidationszustände
+6, +5, +4, +3
Schmelzpunkt
913 K (639.85 °C)
Siedepunkt
3501 K (3227.85 °C)
Dichte
19.84
Elektronenkonfiguration
[Rn]7s2 5f6
Entdeckungsjahr
1940

Elektronenschalen

Elektronenschalen-Diagramm von Plutonium (Atomzahl 94)

[Rn]7s2 5f6

Elektronen sind in Schalen (Hauptenergieebenen) um den Kern angeordnet. Das Diagramm ist schematisch — Orbitalen in derselben Schale werden nicht getrennt dargestellt.

Über Plutonium

Plutonium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pu und der Ordnungszahl 94, der höchsten Ordnungszahl aller natürlich vorkommenden Elemente. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block) und zählt zu den Transuranen. Benannt wurde es nach dem Zwergplaneten Pluto. Als eines der wenigen spaltbaren Elemente spielt es eine entscheidende Rolle als Kernbrennstoff für Kernreaktoren oder als Spaltstoff für Kernwaffen. Es war das Spaltmaterial der Atombombe „Fat Man“, die am 9. August 1945 auf Nagasaki abgeworfen wurde. Beim Betrieb von Kernreaktoren entsteht Plutonium aus dem Uranisotop U-238 und trägt teilweise zur Wärmeenergieerzeugung in Kernreaktoren bei. Plutonium wird in kleinsten Spuren in Gesteinen gefunden, welche so gering sind (wenige ppt), dass

Entdeckung und Geschichte

Entdeckt: 1941 · Glenn Theodore Seaborg

Der Entdeckung von Plutonium (Element 94) und den damit verbundenen radiochemisch-analytischen Experimenten gingen zunächst Studien zum Element 93 voraus, das Ida Noddack im Jahr 1934 postulierte. Zu dieser Zeit experimentierten Enrico Fermi und seine Mitarbeiter in Rom mit der Möglichkeit der Transmutation von Elementen durch Neutronenbeschuss. Mit der Entdeckung der Kernspaltung Ende 1938 wurde die Kernforschung bzw. Kerntechnik zu einer der Schlüsseltechnologien des 20. Jahrhunderts. Radiochemiker und Kernphysiker auf der ganzen Welt erforschten die nuklearen Details der Materie, speziell die 1932 entdeckten Neutronen. In Deutschland hatte bereits vor der Entdeckung des Plutoniums Carl Friedrich von Weizsäcker 1940 darauf hingewiesen, dass in Kernreaktoren ein neues spaltbares Element 239Eka Re (Eka-Rhenium) entstehen müsse. Auch Friedrich Georg Houtermans sagte 1942 die Existenz von

Verwendung und Anwendungen

Plutonium ist neben Thorium und Uran ein Kernbrennstoff. Das künstliche Element hatte vor der Nutzung der Kernenergie bzw. deren Erforschung praktisch nicht existiert. In natürlichen Vorkommen lässt es sich nur in Spuren finden, die nicht erschlossen werden können. Plutonium hat nur den Zweck, für Kernenergie zu zivilen oder militärischen Zwecken eingesetzt zu werden. Die erste Bombe, die Plutonium verwendete, wurde beim Trinity-Test gezündet. Für die Herstellung von Plutonium war man nicht auf die aufwendige Technologie der Urananreicherung angewiesen, die um 1940 noch nicht ausgereift war. Allerdings mussten die chemischen Prozesse und andere Herstellungsverfahren erst entwickelt werden. Uran mit einer hohen Konzentration des spaltbaren Isotops 235 (also hochangereichertes Uran, HEU) wurde ebenfalls in den 1940er Jahren in riesigen Gasdiffusionsanlagen produziert. In kommerziellen Kern

Isotope

23Am. Februar 1941 gelang im Raum 307, einem radiochemischen Labor im Gebäude Gilman Hall in Berkeley, Glenn T. Seaborg und Arthur C. Wahl der Nachweis von Mikromengen (sogenannte Tracer) des später Plutonium genannten Elements. Es handelte sich um das Isotop 238Pu, welches durch den Beschuss eines Urandioxid-Target U mit Deuteronen D, die durch ein Zyklotron beschleunigt wurden, gebildet wurde: 92 238 U + 1 2 D ⟶ 93 238 N p + 2 0 1 n \mathrm 238_\ 92U\ +\ _12D\longrightarrow \ _\ 93238Np\ +\ 2\ _01n Dabei wurden zwei Neutronen n freigesetzt, das Zwischenprodukt Neptunium-238 wandelte sich durch Betazerfall in Plutonium um: 93 238 N p → 2 , 1 d β − 94 238 P u ( + α ) \mathrm 238_\ 93Np\xrightarrow[2,1\ d]\beta ^-\ _\ 94238Pu ~(+~\alpha ) Zunächst wurde bemerkt, dass dem Np-238 ein α-Strahler „nachwuchs“. Um das Element 94 nachzuweisen, wurde ausgenutzt, dass sich die Elemente 93 und 94 h

Quellen und Lizenz

Elementbeschreibungen adaptiert von Wikipedia (CC BY-SA 4.0); strukturierte Daten aus Wikidata (CC0). Wikipedia Wikidata

Häufige Fragen

Wie lautet die Ordnungszahl von Plutonium?

Die Ordnungszahl von Plutonium beträgt 94 und entspricht damit der Protonenzahl im Kern.

Wie groß ist die Atommasse von Plutonium?

Die Atommasse von Plutonium beträgt etwa 244.0642 u (ein Zwölftel der Masse eines Kohlenstoff-12-Atoms).

Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Plutonium?

Die Elektronenkonfiguration von Plutonium lautet [Rn]7s2 5f6.

Wo befindet sich Plutonium im Periodensystem?

Plutonium steht in Periode 7, Gruppe 3.

Wann wurde Plutonium entdeckt?

Plutonium wurde 1940 entdeckt.

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