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17 Cl Chlor Chlorine

Chlor (Cl)

Halogene · Gasförmig · Periode 3 · Gruppe 17

Foto von Chlor
Foto: W. Oelen · CC BY-SA 3.0

Eigenschaften der Elemente

Atomzahl
17
Symbol
Cl
Atommasse
35.45
Kategorie
Halogene
Standardzustand
Gasförmig
Periode
3
Gruppe
17
Elektronegativität
3.16
Atomradius
175
Ionisierungsenergie
12.97
Elektronenaffinität
3.62
Oxidationszustände
+7, +5, +1, -1
Schmelzpunkt
171.65 K (-101.5 °C)
Siedepunkt
239.11 K (-34.04 °C)
Dichte
0.003214
Elektronenkonfiguration
[Ne]3s2 3p5
Entdeckungsjahr
1774

Elektronenschalen

Elektronenschalen-Diagramm von Chlor (Atomzahl 17)

[Ne]3s2 3p5

Elektronen sind in Schalen (Hauptenergieebenen) um den Kern angeordnet. Das Diagramm ist schematisch — Orbitalen in derselben Schale werden nicht getrennt dargestellt.

Über Chlor

Chlor [kloːɐ̯] ist ein chemisches Element mit dem Symbol Cl und der Ordnungszahl 17. Im Periodensystem der Elemente steht es in der 7. Hauptgruppe und gehört damit zusammen mit Fluor, Brom, Iod, Astat und Tenness zur 17. IUPAC-Gruppe, den Halogenen. Elementares Chlor liegt unter Normalbedingungen in Form des zweiatomigen Moleküls Cl2 gasförmig vor. Es ist eines der reaktivsten Elemente und reagiert mit fast allen anderen Elementen und vielen Verbindungen. Die hohe Reaktivität bedingt auch die Giftigkeit des elementaren Chlors. Der Name des Elementes leitet sich vom altgriechischen χλωρός chlōrós („hellgrün“) ab. Dieser Name wurde nach der typischen gelbgrünen Farbe des Chlorgases gewählt. In der Natur kommt Chlor nicht elementar, sondern nur gebunden in verschiedenen Verbindungen vor. Die

Entdeckung und Geschichte

Entdeckt: 1774 · Carl Wilhelm Scheele

Elementares Chlor wurde erstmals 1774 von Carl Wilhelm Scheele dargestellt. Er ließ dabei Salzsäure mit Braunstein reagieren. Dabei erkannte er nicht, dass es sich bei dem dabei entstehenden Produkt um ein bisher unentdecktes Element handelt. Stattdessen wurde von den meisten Chemikern wie Antoine Laurent de Lavoisier angenommen, dass der Stoff „mit Sauerstoff angereicherte Muriumsäure“ sei. Der Grund für diese Annahme lag darin, dass die Salzsäure für eine sauerstoffhaltige Säure eines hypothetischen Elementes, des Muriums, gehalten wurde. Durch den Kontakt mit dem Mangandioxid sollte diese dann weiteren Sauerstoff aufnehmen. Dies wurde scheinbar von Claude-Louis Berthollet bestätigt, der beobachtete, dass Chlorwasser bei Belichtung Sauerstoff abgibt, und es daher als „oxidierte Salzsäure“ bezeichnete. Nachdem Versuche gescheitert waren, Sauerstoff, etwa durch Erhitzen mit Kohlenstoff,

Verwendung und Anwendungen

Chlor wird vor allem zur Herstellung anderer Chemikalien verwendet. Mit 33 % im Jahr 1997 ist dabei Vinylchlorid (Chlorethen), die Ausgangssubstanz für die Herstellung des Kunststoffs Polyvinylchlorid, das wichtigste Produkt. Auch andere einfache chlororganische Verbindungen werden durch Reaktion von Chlor und entsprechenden Kohlenwasserstoffen, zum Beispiel mittels Photochlorierung, hergestellt. Diese dienen vor allem als Zwischenprodukt, etwa für die Herstellung von Kunststoffen, Arzneistoffen oder Pestiziden. So wurden 1995 85 % aller Arzneistoffe unter Verwendung von Chlor hergestellt. Häufig wird das Chlor im Verlauf eines Herstellungsprozesses wieder abgespalten, um chlorfreie Endprodukte zu erhalten. Beispiele dafür sind die Herstellung von Glycerin über Allylchlorid und Epichlorhydrin oder das Chlorhydrinverfahren zur Herstellung von Propylenoxid. Anorganische Chlorverbindungen w

Isotope

Insgesamt sind 23 Isotope und zwei weitere Kernisomere zwischen 28Cl und 51Cl bekannt. Von diesen sind zwei, die Isotope 35Cl und 37Cl stabil. Natürliches Chlor besteht zu 75,77 % aus 35Cl und zu 24,23 % aus 37Cl. Dieses typische Verhältnis ist stets in Massenspektren organischer und anorganischer Substanzen zu beobachten. Mit einer Halbwertszeit von 301.300 Jahren ist 36Cl das langlebigste der sonst innerhalb von Minuten oder noch kürzeren Zeiten zerfallenden instabilen Isotope, weshalb es zum Markieren verwendet wird. 36Cl entsteht in geringen Mengen durch Spallationsreaktionen von 40Ar und 36Ar mit kosmischer Strahlung in der Atmosphäre. Auch auf der Erdoberfläche kann 36Cl durch Neutronenadsorption, Reaktionen mit Myonen oder Spallation entstehen. Das Verhältnis von 36Cl zu 37Cl beträgt etwa 700 · 10−15:1. Durch die lange Halbwertszeit und konstante Atmosphärenkonzentration lässt sic

Quellen und Lizenz

Elementbeschreibungen adaptiert von Wikipedia (CC BY-SA 4.0); strukturierte Daten aus Wikidata (CC0). Wikipedia Wikidata

Häufige Fragen

Wie lautet die Ordnungszahl von Chlor?

Die Ordnungszahl von Chlor beträgt 17 und entspricht damit der Protonenzahl im Kern.

Wie groß ist die Atommasse von Chlor?

Die Atommasse von Chlor beträgt etwa 35.45 u (ein Zwölftel der Masse eines Kohlenstoff-12-Atoms).

Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Chlor?

Die Elektronenkonfiguration von Chlor lautet [Ne]3s2 3p5.

Wo befindet sich Chlor im Periodensystem?

Chlor steht in Periode 3, Gruppe 17.

Wann wurde Chlor entdeckt?

Chlor wurde 1774 entdeckt.

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