Rubidium (Rb)
Alkalimetalle · Fest · Periode 5 · Gruppe 1
Eigenschaften der Elemente
- Atomzahl
- 37
- Symbol
- Rb
- Atommasse
- 85.468
- Kategorie
- Alkalimetalle
- Standardzustand
- Fest
- Periode
- 5
- Gruppe
- 1
- Elektronegativität
- 0.82
- Atomradius
- 303
- Ionisierungsenergie
- 4.18
- Elektronenaffinität
- 0.47
- Oxidationszustände
- +1
- Schmelzpunkt
- 312.46 K (39.31 °C)
- Siedepunkt
- 961 K (687.85 °C)
- Dichte
- 1.53
- Elektronenkonfiguration
- [Kr]5s1
- Entdeckungsjahr
- 1861
Elektronenschalen
[Kr]5s1
Elektronen sind in Schalen (Hauptenergieebenen) um den Kern angeordnet. Das Diagramm ist schematisch — Orbitalen in derselben Schale werden nicht getrennt dargestellt.
Über Rubidium
Rubidium (von lateinisch rubidus ‚tiefrot‘; wegen zweier charakteristischer roter Spektrallinien) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Rb und der Ordnungszahl 37. Im Periodensystem steht es in der 1. Hauptgruppe, bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen. Das weiche, silbrigweiß glänzende Metall entzündet sich spontan bei Luftzutritt.
Entdeckung und Geschichte
Entdeckt: 1861 · Robert Bunsen
Rubidium wurde erstmals 1861 von Gustav Robert Kirchhoff und Robert Wilhelm Bunsen beschrieben. Sie untersuchten Lepidolith aus Sachsen und trennten zunächst Calcium, Strontium, Magnesium und Lithium ab. Anschließend fällten sie den Rückstand mit Platinchlorid. In diesem waren zunächst nur Spektrallinien des Kaliums sichtbar. Nach mehrfacher Extraktion mit heißem Wasser zeigten sich jedoch bislang unbekannte Spektrallinien, die keinem bekannten Element zuzuordnen waren. Charakteristisch waren insbesondere zwei dunkelrote Linien. Nach diesen nannten Kirchhoff und Bunsen das neue Element Rubidium von lateinisch rubidus ‚tiefrot‘. Um Rubidiumchlorid zu gewinnen, verarbeitete Bunsen 150 kg Lepidolith. Nach dem Abtrennen von Lithium und Erdalkalimetallen wurde der verbliebene Rückstand in Wasser gelöst und mit Platinchlorid als unlösliches Hexachloridoplatinat gefällt. Kalium konnte durch meh
Verwendung und Anwendungen
Rubidium und seine Verbindungen besitzen ein nur kleines Anwendungsspektrum und werden hauptsächlich in der Forschung und Entwicklung eingesetzt. Die wichtigste Anwendung von Rubidium ist in Rubidiumuhren (einer Art von Atomuhren), bei denen ein Hyperfein-Übergang von 87Rb als Frequenzgeber dient. Solche Rubidiumuhren dienen insbesondere als Zeitgeber in den Satelliten des Global Positioning System (GPS) und anderer Satelliten-Navigationssysteme (Galileo, Glonass, BeiDou). In der Medizin dient 82Rb als Tracer in PET-Perfusionsstudien des Myokards. Rubidium wird nicht in dekorativer Pyrotechnik verwendet, kommt aber in spezieller Pyrotechnik im militärischen Bereich zum Einsatz, zum Beispiel für Infrarot-Tarnnebel und Infrarot-Flares. Rubidium eignet sich zur Demonstration der Laserkühlung, da hier günstige Laserdioden für die relevanten Wellenlängen zur Verfügung stehen, sodass die Herst
Isotope
Von den beiden natürlich vorkommenden Isotopen ist nur 85Rb stabil, 87Rb ist ein Betastrahler und zerfällt zu 87Sr. Mit einer extrem langen Halbwertszeit von etwa 48 Milliarden Jahren ist seine Radioaktivität sehr gering. Mehrere Isotope werden für bestimmte Anwendungen eingesetzt. Das Verhältnis von Rb- und Sr-Isotopen in Gesteinen wird zur radiometrischen Datierung auf kosmologischen Zeitskalen herangezogen. Für Zeitstandards werden 87Rb und 85Rb verwendet. 82Rb und 86Rb werden zum Teil als Tracer verwendet.
Anzeige
Häufige Fragen
Wie lautet die Ordnungszahl von Rubidium?
Die Ordnungszahl von Rubidium beträgt 37 und entspricht damit der Protonenzahl im Kern.
Wie groß ist die Atommasse von Rubidium?
Die Atommasse von Rubidium beträgt etwa 85.468 u (ein Zwölftel der Masse eines Kohlenstoff-12-Atoms).
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Rubidium?
Die Elektronenkonfiguration von Rubidium lautet [Kr]5s1.
Wo befindet sich Rubidium im Periodensystem?
Rubidium steht in Periode 5, Gruppe 1.
Wann wurde Rubidium entdeckt?
Rubidium wurde 1861 entdeckt.